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Folsäure

Allgemein­information

  • Nach der Nahrungsaufnahme wird Folsäure im Mukosaepithel des Dünndarms zunächst enzymatisch zu Pteroylmonoglutaminsäure hydrolysiert. In der Darmwand findet anschließend eine Reduktion und Methylierung zu N5-Methyltetrahydrofolsäure statt. Hieraus wird unter Mitwirkung von Vitamin B12 die Tetrahydrofolsäure, welche zu etwa 50 % in der Leber gespeichert wird.
  • Folsäure-Coenzyme spielen bei verschiedenen Kohlenstoffübertragungsreaktionen im Aminosäuren- und Nucleotidstoffwechsel und bei der Porphyrinbiosynthese eine essentielle Rolle.

Indikation

Verdacht auf Folsäur-Mangel bei:

  • Entzündliche Veränderungen und Ulzerationen an den Schleimhäuten
  • Störungen im Skelettwachstum
  • Makrozytäre, hyperchrome Anämien mit Megaloblasten im Knochenmark, Leuko- und Thrombozytopenien
  • Homocystein-Erhöhung

GOÄ-Ziffer:
4140 (1fach=14,57 €, 1,15fach=16,76 €)

Probenmaterial und Abnahmehinweise

  • 1,0 ml Serum
  • Bis zu 5 Tage nach Abnahme bestimmbar (Lagerung bei 2-8°C)

Testfrequenz: Täglich, Mo-Fr

Methode / Referenzbereich

Methode: ECLIA

Einheit: : ng/ml

Referenzbereich: 3,9 - 26,8 ng/ml

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