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Testosteron

Information

Bei Männern wird Testosteron zum größten Teil unter dem Einfluss des LH (Luteinisierendes Hormon) in den Leydigschen Zwischenzellen im Hoden produziert.

Bei Frauen produzieren die Eierstöcke und die Nebennierenrinde Testosteron, z.T. wird es auch aus Vorstufen (Androstendion, Dihydroandrostendion) gebildet.

Der überwiegende Anteil von Testosteron liegt in proteingebundener Form (SHBG) vor, nur ein geringer Anteil als freies, aktives Hormon.

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Probenmaterial und Abnahmehinweise

  • 1 ml Serum
  • Bis zu 5 Tage nach Abnahme bestimmbar (Lagerung bei 2-8°C)

 

Optimale Blutabnahme zwischen 07 - 10 Uhr wegen tageszeitlicher Schwankungen.

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Indikation und Beurteilung

Indikation

  • Differentialdiagnose Hypogonadismus, Nebennierenrindentumore
  • Störung der Steroidsynthese z.B. AGS
  • Störung der Pupertätsentwicklung
  • DD Erektile Dysfunktion
  • Verlaufskontrolle einer antiandrogenen Therapie
  • Virilisierungserscheinungen, Hirsutismus, Akne, Alopezie
  • PCO-Syndrom
  • androgenisierende Ovarialtumore
  • persistierende Anovulation

 

Methode

  • ECLIA

Einheit

  • ng/ml

Referenzbereich

  • Erwachsene:

    Frauen:                 0,06 – 0,82

    Männer:                2,80 – 8,00

 

Beurteilung

Erhöht

Frauen

  • Hyperandrogenämie adrenalen oder ovariellen Ursprungs z.B. Nebennierenhyperplasie, Polyzystische Ovarien
  • Androgenproduzierende Nebennierentumore
  • Pubertas praecox
  • Erhöhtes SHBG z.B. bei Hyperthyreose, Leberzirrhose, Schwangerschaft, Menopause

Männer

  • Exogene Testosteronzufuhr
  • Endokrin aktive Hodentumoren; ACTH produzierende Tumore
  • Androgen-Resistenz
  • Androgen-Rezeptor-Defekte (AGS)
  • Androgenproduzierende Nebennierentumore
  • Erhöhtes SHBG z.B. bei Hyperthyreose, Leberzirrhose

Erniedrigt

Frauen:

  • Primäre und sekundäre Ovarialinsuffizienz z.B. Postmenopause, Präpubertär

  • Antiandrogene Medikation, Ovulationshemmer, Östrogenmedikation

  • Morbus Addison

  • Leberzirrhose, Drogenabusus, schwere Unterernährung, Anorexie

Männer:

  • Primärer (hypergonadotroper) Hypogonadismus z.B. Klinefelter-Syndrom, Klimakterium virile
  • Sekundärer (hypogonadotroper) Hypogonadismus 
  • Präpubertät, Anabolikaeinnahme, Zufuhr synthetischer Androgen
  • Leberzirrhose, Drogenabusus, schwere Unterernährung, Anorexie
  • Erniedrigte SHBG-Synthese z.B. bei Adipositas

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Stand: 06.04.2009
Saturday, 18. November 2017