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CHE

Cholinesterase

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Acetylcholin-Acetylhydrolase (üblicherweise CHE genannt) stellt eine Gruppe mehrerer genetisch bedingter Varianten dar.

Sie spalten neben Acetylcholin auch Butyrylcholin und andere Acylcholine sowie die entsprechenden Thiocholine. CHE kommt im Plasma, Leber, Darmschleimhaut, Pankreas und Milz vor.

Die Funktion im Plasma ist allerdings unbekannt.

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Probenmaterial und Abnahmehinweise

  • 1 ml Serum
  • Bis zu 5 Tage nach Abnahme bestimmbar (Lagerung bei 2-8°C)

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Indikation und Beurteilung

Indikation

  • Diagnose und Verlaufsbeurteilungen der Leberzellfunktionsleistungen z.B. bei Leberzirrhose, akuter/chronischer Hepatitis, vor Gabe von Muskelrelaxantien bei Verdacht auf atypische Varianten
  • Intoxikation mit Pestiziden z.B. E605

 

Methode

  • Butyrylthiocholin

Einheit

  • U/l

Referenzbereich

  • 5320 - 12920

 

Beurteilung

Erhöht

  • Diabetes mellitus
  • koronarer Herzkrankheit
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Fettleber
  • Erkrankungen mit Proteinverlust z.B. nephrotisches Syndrom

Erniedrigt

  • verminderte Syntheseleistung der Leber z.B. Leberzirrhose, chronische Hepatitis, chronische Leberstauung, septischer Schock
  • schwere Vergiftungen z.B. Verdacht auf eine Knollenblätterpilzvergiftung
  • atypische CHE-Varianten
  • nach chirurgischen Eingriffen

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Stand: 07.04.2009
Wednesday, 22. November 2017