Sie sind hier: 

Urin-Stix


Information

Der Nutzen von Urinteststreifen ist weitgehend auf die Erkennung von Infektionen und Blutungen im Urogenitalbereich beschränkt.

Zur Erkennung und Differenzierung von Proteinurien ist die quantitative Messung von Gesamtprotein und Leitproteinen im Urin spezifischer und empfindlicher.

 

Als weiterführende Diagnostik ist ein Urin-Sediment empfehlenswert.

Nach oben


Probenmaterial und Abnahmehinweise

  • 3ml Urin

  • Probenstabilität: 24 Stunden bei Raumtemperatur
    Sollte eine längere Lagerung (bis zu 48 Stunden) in Ausnahmefällen nötig sein, muss der Urin bei +2 - +8°C gelagert werden.

Nach oben


Indikation und Beurteilung

Indikation

    • Nieren- und Harnwegsinfektion
    • Hämaturie
    • Vorsorgeuntersuchung

       

      Methode

      Spezifisches Gewicht: Indikator

      pH:                             Indikator

      Leukozyten:               Esterase

      Nitrit:                          Griess'sche Probe

      Eiweiß:                        Indikator

      Glukose:                     enzymatischer Farbtest

      Ketone:                      Probe nach Legal

      Urobilinogen:              Diazo

      Bilirubin:                     Diazo

      Blut:                           Pseudoperoxidase

      Einheit und Referenzbereich

      Spezifisches Gewicht: 1,015 - 1,025

      pH:                             4,5 - 8,2

      Leukozyten:               < 10 /µl

      Nitrit:                          negativ

      Eiweiß:                        < 20 mg/dl

      Glukose:                     < 30 mg/dl

      Ketone:                      < 5 mg/dl

      Urobilinogen:              < 1 mg/dl

      Bilirubin:                     < 0,2 mg/dl

      Blut:                           < 5 /µl

       

      Beurteilung

      Erhöht

      Spezifisches Gewicht

      • Analytische Bedeutung besitzen Werte < 1,010, da Erythrozyten und Leukozyten in diesen Urinen rasch lysieren.

      pH

      • Harnstoff-spaltende Bakterien bewirken einen alkalischen Urin.
        Die Stabilität von Leukozyten und Zylindern ist bei alkalischem pH stark vermindert.
        Die Messung des pH kann in der Abklärung  von Störungen des Säure-Basen-Haushaltes von Bedeutung sein.

      Leukozyten

      • Die Leukozyturie ist ein wichtiges Leitsymptom bei entzündlichen Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege

      Nitrit

      • Der Nachweis von Nitrit im frisch gelassenen Harn ist ein Hinweis auf eine bakterielle Infektion.

      Eiweiß

      • Die Proteinurie ist bei Nierenerkrankungen ein häufiges, aber auch unspezifisches Symptom. Sie ist weder Beweis für eine Nephropathie, noch schließt ihr Fehlen eine solche aus. Daher sollte dem Nachweis von Eiweiß im Urin immer eine differenzierende Diagnostik folgen.

      Glukose

      • Die Bestimmung der Glukose im Urin besitzt einen diagnostischen Wert zur Früherkennung eines Diabetes mellitus. Jedoch ist zu beachten, dass eine Glukosurie auch auf andere Krankheitsbilder zurückzuführen sein kann. Ausbleibende Glukosurien schließen jedoch einen Diabetes mellitus nicht aus.

      Keton

      • Bei entgleistem Diabetes mellitus ist bei Ketonurie gleichzeitig die Glukoseausscheidung vermehrt. Nach längerer Nahrungskarenz ist eine Ketonurie (ohne Glukosenachweis) physiologisch.

      Urobilinogen

      • Der Nachweis von Urobilinogen weist kann entweder durch eine gestörte Leberfunktion oder einen gesteigerten Hämoglobin-Abbau verursacht werden.

      Bilirubin

      • Bei jedem Krankheitsprozess, der die Konzentration von konjugiertem Bilirubin im Blut erhöht, kann die Ausscheidung von Bilirubin im Harn.

      Blut

      • Der Teststreifen kann prinzipiell nicht zwischen Erythrozyturie, Hämoglobinurie und Myoglobinurie unterscheiden. Eine Hämaturie kann bei vielen Erkrankungen auftreten und sollte eine sorgfältige Abklärung der Ursache nach sich ziehen.

      Erniedrigt

      • klinisch nicht relevant

      Nach oben



      Stand: 30.12.2009
      ...zurück zur letzten Seite
      Wednesday, 26. April 2017