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Prolaktin


Information

Prolaktin wird im Hypophysenvorderlappen synthetisiert und unterliegt einer konstanten Hemmwirkung durch Dopamin. Prolaktin zeigt eine ausgeprägte Tag- und Nachtrhythmik.

Zielorgan für Prolactin ist die Milchdrüse der Brust, deren Entwicklung und Differenzierung es fördert.

Hohe Konzentrationen von Prolactin haben eine hemmende Wirkung auf die Steroidgenese der Ovarien sowie die hypophysäre Gonadotropin-produktion und Sekretion. Alle Östrogenmangelzustände führen zur Abnahme der Prolaktinsekretion. 

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Probenmaterial und Abnahmehinweise

  • 1 ml Serum
  • Bis zu 5 Tage nach Abnahme bestimmbar (Lagerung bei 2-8°C)

ACHTUNG: Blutentnahme möglichst morgens zwischen 08 - 10 Uhr unter streßfreien Bedingungen.

  

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Indikation und Beurteilung

Indikation

  • DD von Zyklusstörungen z.B. Ovarialinsuffizienz, Oligo-Amenorrhoe etc.
  • DD Hirsutismus
  • DD Hypogonadismus bei Männern
  • DD Galaktorrhoe

 

Methode

  • ECLIA

Einheit

  • ng/ml

Referenzbereich

  • Frauen:  4,79 – 23,30
  • Männer: 4,04 – 15,20

 

Beurteilung

Erhöht

  • Schwangerschaft, Laktation, Saugreiz beim Stillen, Manipulation an der Brust
  • Prolaktinproduzierende Tumore der Hypophyse (Prolaktinom)
  • Verschiedene Medikamente z.B. Antidepressiva, Neuroleptika oder säurebindende Medikamente (Antazida), H2-Blocker etc.
  • chronisch-exzessive Östrogenwirkung z.B. bei Zyklusstörungen
  • Störungen im Bereich des Hypothalamus und des Hypophysenstils
  • Neurogene und psychiatriche Störungen
  • Hypothyreose (mäßig)
  • Reizung von Thoraxnerven
  • Endometriose
  • Akromegalie, Hirsutismus, Hyperandrogenämie
  • Starker Stress z.B. Operationen, Depression, schmerzhafte Blutentnahme

Erniedrigt

  • Hypophyseninsuffizienz
  • Prolaktinsenker z.B. Dopaminagonisten

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Stand: 06.04.2009
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Wednesday, 20. September 2017