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LH

Luteinisierendes Hormon


Information

LH gehört zusammen mit FSH zur Familie der Gonadotropine. Beide regeln und stimulieren synergistisch das Wachstum und die Funktion der Gonaden (Ovarien und Hoden).

Aus den gonadotropen Zellen des Hypophysenvorderlappens werden LH und FSH pulsatil freigesetzt und gelangen über den Blutkreislauf zu den Ovarien.

Hier stimulieren die Gonadotropine Wachstum und Reifung der Follikel und damit die Biosynthese von Östrogenen und Progesteron.

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Probenmaterial und Abnahmehinweise

  • 1 ml Serum
  • Bis zu 5 Tage nach Abnahme bestimmbar (Lagerung bei 2-8°C)

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Indikation und Beurteilung

Indikation

Frauen

  • DD der Ovarialinsuffizienz (primär / sekundär)
  • Bestimmung des Menopausenstatus
  • Störung der Pupertätsentwicklung
  • LH/FSH-Quotient bei Beurteilung der Hyperandrogenämie
  • Kontrolle bei Hormonbehandlung

Männer

  • DD Hypogonadismus
  • Infertilität, Spermiogenesestörung
  • Reifungs- und Entwicklungsstörung
     

Methode

  • ECLIA

Einheit

  • mIU/ml

Referenzbereich

  • Alters-, Geschlechts- und Zyklusabhängig - siehe Befundbericht

 

Beurteilung

Erhöht

Frauen:

  • primäre Ovarialinsuffizienz z.B. Klimakterium
  • präovulatorischer Gonadotropinanstieg
  • polyzystische Ovarien (Stein-Leventhal-Syndrom)

Männer:

  • bei primärem Hypogonadismus, Anorchie, Kastration, Klinefelter-Syndrom
  • Androgenresistenzsyndrome 

Erniedrigt

Frauen:

  • sekundäre Ovarialinsuffizienz durch hypothalamisch-hypophysäre Dysfunktion z.B. Anorexie, Kallmann-Syndrom
  • Einnahme von Ovulationshemmern, Sexualsteroidsubstitution

Männer:

  • bei sekundärem Hypogonadismus z.B. hypophysäre Störung
  • Östrogentherapie
  • Leberzirrhose
  • exogene Testosteronzufuhr

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Stand: 06.04.2009
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Thursday, 27. April 2017